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Der Film "Uhrwerk Orange" war wirklich eine interessante Erfahrung. Was wäre denn die eigentliche Botschaft der dort gezeigten Odyssee? Und wie kann dann eine Botschaft auf die heutige Zeit weiter gedeutet werden? Das Individuum in der Handlung hat keinerlei Rechte zur eigenen Entfaltung. Einzig die Aufgabe ein "guter Bürger / Mensch" zu sein ist die komplette Motivation aller gezeigten Institutionen, durch welche der Antagonist Alex gezogen wird. Sicherlich ist zunächst einmal das rein "Gute" im Vordergrung, aber dieses unterdrückt dann wiederum auch die freie Entfaltung des Individuums. Also ist es dann die Freiheit sich "schlecht" wie auch "falsch" verhalten zu können?
Jetzt aber auch der Umkehrschluss: Was passiert wenn diese zuvor erwähnte Freiheit wiederum selbst zu einer Form von Indoktrination wird? Wenn "schlechtes, rigides und unhöfliches Verhalten", Beleidigungen, Diffamierungen und übelste verbale wie auch körperliche Gewalt, zur Norm deklariert wird? Es ist eine Gratwanderung und dieser Film wie auch seine Buchvorlage liefern keine Antworten, zeigen aber Folgen auf. Sollte man nun tatenlos daneben stehen wenn Andere Leid erfahren? Weil es ja schließlich die freie Wahl ist? Nein, Courage ist ebenso Teil dieser Formel und es gibt wohlweislich keine finale Antwort, aber es gibt den Idealismus und das Streben nach einem besseren Morgen durchaus. Ohne dieses wiederum bleiben wir wiederum kalt und losgelöst von Empathie, einem Miteinander. Denn in der Entwicklung des Individuums gibt es immer auch die Möglichkeit, die Chance, aus der Vergangenheit zu lernen und neue Wege für sich zu entdecken, abseits von Gewalt und Oppression. #Gedanken #Meinung #Film #Uhrwerk-Orange