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Gerade habe ich mir noch eine Szene aus der Serie "The Man in the High Castle" angesehen. Die sog. "große Volkshalle" in Berlin, wo der Aufmarsch der Faschisten sehr lebendig in Szene gesetzt worden ist. Aber zunächst einmal: Nein, ich werde wohlweislich beim Buch allein verbleiben. Die Serie ist einzig über Amazon produziert und auch nur über diesen Weg erhältlich. Selbst der monetäre Zukauf über das DVD-Medium sofern überhaupt verfügbar verleiht dann einem Monopolisten mehr Gewichtung. Traurig dabei: Kapitalfaschisten, die Faschisten in einer alternativen Realität zeigen. Das hat schon eine gewisse Form von Ironie.
Und was lässt mich neben den gezeigten Bildern, wo wirklich Tausende Soldaten mit Hakenkreuzbinde den Arm hochreißen und "Sieg heil!" rufen, erschaudern? Ganz simpel: Die Kommentare unter dem Video nochmals. Ein entsprechendes Beispiel folgt. #Grauen #TV-Serie https://gnusocial.federated-networks.org/attachment/16516
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Jetzt wäre die Frage: Was bedeutet denn ein solcher Kommentar? Mehr davon ist in ähnlicher Form ebenso zu finden. Ganz getreu dem Motto "War ja nicht so schlimm!". Muss man das wirklich noch betonen? Sind "wir" wirklich dermaßen in der "JETZT SOFORT SPASS!"-Kultur so dermaßen abgestumpft, dass es nicht mehr wahrzunehmen ist? Woran liegt das? Warnen die Werke nicht eindringlich genug? Oder meinen die Teilnehmer / Teilnehmerinnen wirklich, dass dann irgendwer schon die Faschisten aufhalten kann oder sie sich von ganz alleine in Luft auflösen? Oder liegt es einfach an der gesamten medialen Inszenierung, auf deren Basis "wir" uns eine Schutzmauer errichtet haben? Durch einen generellen Schleier nehmen wir dann das Ganze nur noch auf und deswegen sind Hakenkreuzbinden und die gesamte Nazi-Kultur so überhaupt nicht schockierend? Einfach nur noch unglaublich! #Kopfschütteln