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@miradlo ich habe beobachtet, dass die meiste Aufmerksamkeit den Opfern von sexuellen Übergriffen durch Prominente galt, bzw der Focus dann gar nicht mehr auf den Opfern sondern vielmehr auf dem Täter lag. Der Idee alltägliche Gewalt sichtbar zu machen, was glaube ich der ursprüngliche Gedanke der Kampagne war, wurde damit leider nicht gerecht. In der 'Zeit' oder auch in der 'NZZ' (die Zeitungen die ich persönlich lese) gab es mehrseitige Artikel zu einzelnen Prominenten aber nur sehr wenig Hinweise auf die alltägliche Gewalt, die durchaus auch in Beziehungen stattfindet.
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@marcus @miradlo Ich finde den Hashtag sehr wichtig, er hat sehr viel Solidarität ermöglicht und über eine große Breite hinweg vielen die Möglichkeit gegeben, ihre Stimme zu erheben. Das läuft nicht glimpflich ab, aber ich bin überzeugt, daß es etwas hervorgebracht hat. Harvey Weinstein hat es vorher erwischt, aber einige die gefolgt sind oder noch folgen werden werden hätten vielleicht sonst unbeirrt weitermachen können. Und ich bin sicher einige denken jetzt besser nach und reflektieren ihr handeln. Das war es wert.
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@einebiene @miradlo das was ich geschrieben habe war keine Bewertung, nur eine Beobachtung. Ich habe gemerkt, dass die alltäglichen Übergriffe zumindest in der Presse überhaupt keine Beachtung finden und der Focus nur auf den Stars liegt. Das dort viele miese Menschen dabei sind und denen hoffentlich das Handwerk gelegt wird, ist wichtig und gut. Schade ist nur wenn dann die vielen anderen Einzelschicksale erst krin Gehör finden, was nach meiner Interpretation das Ziel des Hashtags gewesen wäre.
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Das seh ich ja anders. Es hat ja in der Presse angefangen mit "Enthüllungen" in Hollywood. Und für die Presse ist der Fokus auch in Teilen da geblieben. Aber der Hashtag hat es in den Alltag geholt und auch wenn die Presse viel bei Promis bleibt, der Hashtag hat das nicht. Und ich glaube, wenn zwei Leute im gleichen Dunskreis was ähnliches Geschrieben haben und vorher nichts voneinander wussten, unterhalten sie sich vielleicht auch weiter. Das sehen wir nicht. Und wir sehen auch nicht, wenn ein Chef sich jetzt Gedanken über seinen Umgang mit Mitarbeiterinnen macht. Das heißt nicht, daß es nicht da ist. Aber diese Dinge passieren nicht unbedingt auf Twitter. Und bei #Aufschrei hat der Focus auf auf normale Leute denen sehr viel Repression und Trollerei und schlimmeres eingebracht.Auf Seite der Betroffenen.
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@einebiene das kann ich nicht Beurteilen und ist auch schwer messbar finde ich. Mir ging es um die Sichtbarkeit in der Presse. Und meine Erfahrung mit 'wenn sich Chefs Gedanken machen' ist auch eher zwiespältig. Dazu würde nämlich auch eine konkrete Umsetzung des gelernten gehören und die findet nach meiner Beobachtung nicht statt. Wenn ich daran zurückdenke was das hier bei uns für einen Aufschrei gegeben hat, als mal eine Frau in einer Führungsposition war. Mittlerweile sind dort wieder nur Männer. Ganz zu schweigen von anderen Geschlechtsidentitäten. Mir wollten sie heute auch schon wieder sagen, dass ich nur in Hemd und Hose und nicht auch in Rock und Bluse zur Arbeit kommen darf. Aber das ist ein anderes Thema.
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Das ist überhaupt nicht messbar. Aber wir unterhalten uns. Und wir sind nicht die einzigen. Und eine konkrete Umsetzung fängt bei den Gedanken und Gefühlen von Betroffenen und Täter*innen an. Eine Verarbeitung oder Änderung, der Prozess selbst, findet ja nicht unbedingt öffentlich statt, aber so ein großer Hashtag kann ein Funke sein, das zu befeuern, und Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.Und sich öffentlich verwundbar machen, auf beiden Seiten ist schwer. Promis sind in der Presse immer vertreten, egal ob sie sich besaufen oder sich verlieben oder ein Gesetz einführen, ob gut oder schlecht, die sehen wir viel. Und das hat Signalwirkung denke ich. Ich verstehe schon was Du meinst. Es gab ein gutes Video auf Englisch das ich in dem Zusammenhang relevant finde, ich kann es mal suchen...
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Und Deine Situation am Arbeitsplatz tut mir leid. :-( Das ist bestimmt nich leicht.
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@einebiene es ist mega nervig und menschenrechtsverletzend. Ich werde weiter kämpfen und wenn es das letzte ist was ich tue
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Ja. Ich weiß nicht genau, wie ich Dir da den Rücken stärken kann, aber da wünsch ich Dir einen starken Rücken.
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@einebiene danke. Stark fühle ich mich, einfach etwas angesäuert. Über mich wurde scheinbar beim Chef übelst abgelästert. Das geht für mich gar nicht.
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Nein, das ist nicht ok.