In der Jungle World habe ich ein bisschen ausführlicher über Ursula Haverbeck und die neonazistische Solidarität für die Holocaust-Leugnerin geschrieben. https://t.co/AbJ5qIVYdG
@inaktion Dito: Ich habe dieses "Kunstwort" allerdings nun auch aufgegriffen, weil es ebenso in diesem Kontext immer wieder Erwähnung findet. Letztlich verfälscht das aber genau die Art von Kommunikation weswegen ich beispielsweise überhaupt "soziale Netzwerke" (kein Facebook oder Twitter sondern wirklich dezentrale Systeme) nutzen mag. Ich bekomme das gerade auch im Freundeskreis mit, wenn man sich darüber unterhält und beispielsweise die jüngste Generation wieder einmal "Meinung" mit "Influencern" teilt, ohne je eine Art von Antwort oder Kommunikation zu erhalten. Genauso sinnvoll wie mit der Wand zu reden, immerhin reflektiert diese aber den Schall. ;-)
@inaktion @hikerus @ralph Vollste Zustimmung! Und gerade deswegen brauchen wir auch mehr #Zivilcourage und #Widerspruch. Ruhig, sachlich und faktisch orientiert, aber deutlich und bestimmt.
@inaktion Gegenseitiger Austausch und Bereicherung wäre das absolute Ziel. Korrekt! Und genau das ist eine Stärke der sozialen Netzwerke. Sich selbst nur zu produzieren ist aber genau das Gegenteil und dennoch finden es leider genügend Teilnehmer scheinbar "toll" den sog. "Influencern" hinterher laufen zu können.
@inaktion @hikerus @ralph Eine individuelle Entscheidung, richtig. Dennoch hat der Umgang miteinander und den (eigenen) Informationen auch Wechselwirkungen. Manche davon sind erstrebenswert, ja geradezu wichtig. Manche allerdings eben auch nicht. So hat sich unsere Art der Kommunikation in den letzten Jahren deutlichst verkürzt und verhärtet. Klar, ich klinge jetzt sicherlich wie ein Mahnender, aber Sprache ist in meinen Augen und meiner Wahrnehmung etwas "Schönes", "Kreatives" und "Gestaltbares". Sie dermaßen zu reduzieren und nur noch mit Kampfbegriffen respektive Schimpfwörtern zu füllen ist schon wirklich übel.
Es gibt da ja mehrere Ebenen: Einmal der Umgang mit Informationen, Namen und Synonymen wie auch Zusammenhängen. Und einmal der direkte Kontakt: Sofern wir einmal Bots kürzen sitzt hinter einem Profil ein Mensch und diesen dann zu beleidigen als was auch immer oder "Spaß" zu betreiben - in "Internet-Neusprech" nennt man das wohl eine Runde "trollen" - hat sich immens verstärkt, meiner Wahrnehmung nach.
@inaktion "Teamevents" versuche ich tatsächlich so weit wie nur möglich zu vermeiden. Das Moment wie man sich gegenseitig kennenlernt ... ja, das ist aufgezwungen. Allerdings wenn wirklich ein Mensch und Miteinander dabei ist, steht auch einem Kinobesuch oder abendlichem Treffen nicht viel im Wege. Wie gesagt: Selten bis gar nicht, aber wenn das passiert ist es etwas "Schönes"!
@inaktion Wäre an sich ein schöner Gedanke. Allerdings gebe ich auch offen zu, dass mich so mancher Einwurf bei #Diaspora, #Libertree und hier entsprechend motiviert hat Dinge auszuprobieren und hinter Argumenten weiter am Ball zu bleiben. Insofern stimmt daran durchaus etwas - unter der Prämisse, dass auch der Wille zum Diskurs vorhanden ist. ;-)
@inaktion Das ist in der Tat zweischneidig zu betrachten. Kommt aber immer auf die "Filterblase" an: Damen und Herren aus der "besorgter Bürger"-Fraktion bekommen dann aber nur noch mehr Unsinn eingeflößt statt wirklich einmal eine ordentliche Unterhaltung mit viel Forderung. Ich tendiere demnach eher zu einem "Na ja" bis "Nicht so wirklich" bis dato! :D
@inaktion @hikerus Genau diesen Punkt meine ich. Man selbst wird dann zu einem Sitzenden / einer Sitzenden vor dem "einarmigen Banditen", auf der Suche nach dem nächsten "Highscore" und nur noch um zu "gefallen". :(
@inaktion Wenn die Kollegen nett sind und auch nahbar sind? Durchaus. Allerdings ist das leider sehr selten geworden. Wäre allerdings auch ein übergreifenderes Thema, da die gesellschaftlichen Räume allgemein enger werden und die Diskussionen schärfer, die Bereitschaft dazu schwindender. Die Unterhaltung selbst endete leider auch mit einem BASTA-Argument. Schön ist es, wenn dann einfach eine Entgegnung wie "Im Moment sehe ich das noch nicht, aber ich nehme den Gedankengang einmal mit!" entsteht.
Letztendlich helfen diese "Netzwerke" aber genau dabei eben nicht. Noch dazu kann man immer wieder "Lebensläufe" auslesen, was ich kritisch betrachte: Je mehr Daten desto fragwürdiger das Ganze!
@inaktion Etwas Selbstdarstellung, der Ruf nach Gehör oder einfach etwas Diskussion und Austausch, Reflektion von Gedanken und das "Miteinander". Ja, eben genau diese Elemente. Aber auch für mich etwas konträre Informationen, sich selbst herausfordern. Das finde ich immer gut und auch wichtig. Aber davon ab stelle ich immer wieder fest wie sehr auch teils Scharade gespielt wird je mehr "Folgende" hinzu kommen. Gespräche werden oberflächlicher und ich denke auch, dass man selbst nur bedingt feststellt wie sehr das Ganze eine Rückwirkung auf den eigenen Alltag dann bekommt. Masken trägt unsere Gesellschaft schon zu häufig!
@gambajo Und entweder lauschen diese gebannt oder winken ab. Zieht man selbst 20% Bot-Konten ab von 1000, kommt immer noch eine beachtliche Anzahl zusammen, mit der sich wirklich Niemand angemessen unterhalten kann. Von daher wirkt das Ganze einfach nur wie "Highscore sammeln".
@gambajo Das wäre dann ein "persönliches Problem". Vielleicht würde genau das auch einen offeneren Umgang lehren? Vom Hörensagen her: Herr Zuckerberg überklebt beispielsweise seine Webcam und misstraut durchaus. Signalisiert den "Nutzern / Nutzerinnen" aber eben das genaue Gegenteil! #Doppelstandard ;-)
Gegenteilige Haltung gefällig? Schon allein der Ausdruck "berufliche Kontakte" zeugt von einem Kernproblem. Natürlich kann man differenzieren, aber #Lohnsklaverei bleibt auch eine Solche. Man kann sie natürlich angenehmer gestalten vorzugsweise aber auch nicht immer und gerade bei "angenehmer Ausgestaltung" erhöht man sich wiederum selbst: Daher sollte man sich in Erinnerung rufen wie sehr das Ganze nur ein #Abhängigkeistverhältnis ist und kein normaler Raum für das Kennenlernen. Zudem kommen dann solche Netzwerke hinzu: Sie als "sozial" zu bezeichnen wäre meines Erachtens komplett falsch und den Unternehmen dahinter liefert ein Mitglied nur noch mehr Daten zu den eigenen #Abhängigkeitsverhältnissen. Aber macht mal: Der Daten-Supergau wird sich dann schon auf die eine oder andere Weise bemerkbar machen. Die obligate Entgegnung kam natürlich auch: "Warum? Ich habe doch nichts zu verbergen." #Gedanken #Meinung #Stop-Playing-Bullshit
Man stelle sich das einmal vor: Selbst stünde man in einer entsprechenden Menschenmenge. Wäre da überhaupt noch ein normales Gespräch möglich? Und selbst wenn man sich nur eine halbe Stunde mit einem Profil bzw. dem Menschen dahinter austauscht und unterhält: Kann man das überhaupt noch Konversation nennen?
Persönliche These: Ab einem gewissen Punkt scheint man selbst zu vergessen was ein "soziales Netzwerk" defakto ist und sammelt nur noch "Folgende" wie ein Punktestand. Je mehr desto besser! Umkehrschluss: Je mehr desto weniger kann man aber auch einen Diskurs anstoßen und konträre Debatten führen. Es bleibt nicht mehr die Zeit dazu und man selbst versucht mehr den Anderen zu gefallen statt sich selbst auch einmal zu reflektieren. #Stop-Playing-Bullshit #Gedanken #Meinung
Sich schlicht einmal nicht explizit in einer bewussten Wettbewerbssituation zu befinden und einfach einmal auch nicht ein "Alien" sein, weil man selbst schlicht die einzige Frau in der Gruppe ist. Das ist ein abgewandeltes Zitat aus dem Artikel und genau deswegen gehen etliche Kommentatoren direkt wieder auf die Barrikaden und unterstellen ihrerseits Sexismus und fühlen sich ausgegrenzt.
Einmal ehrlich gefragt, werte Männer: Ist es denn wirklich so verwerflich? Solange auch nur ein Kommentar mit dem hektischen Vorwurf "Sexismus" und die Unterstellung von "Gender-Propaganda" aus dem Hut gezaubert wird, solange sind solche Veranstaltung wichtig und richtig. Es bleibt noch genug Zeit außerhalb daran zu arbeiten und Überzeugungen / Beweise zu verstärken, dass es keine Unterschiede mehr gibt und Kolleginnen sich akzeptiert und willkommen fühlen. Aber dann arbeitet auch wirklich daran und zerreißt euch nicht hinter dem Rücken Anderer dann sprichwörtlich den Mund, macht euch lustig oder wertet wieder nur ab, weil ihr das "Alphamännchen" sein wollt. Das ist erbärmlich und unnötig: Chauvinismus und Macho-Gehabe verstärken das Unwohlsein und sind einfach nur widerlich. Ihr wolt nicht als "weißer CIS-Mann" bezeichnet werden? Dann verhaltet euch auch schlichtweg anders. Die obligate Begründung "Ich bin halt einfach nur ein Mann!" ist genau nur das und ja, das schreibe ich als MANN, den der Alltagssexismus einfach nur ekelt. #Stop-Playing-Bullshit #Sexismus
@majestyx Danke für das Teilen. Ich möchte jetzt nicht umgehend schreiben, dass mich das in meiner kritischen Haltung gegenüber Rubikon bestätigt ... allerdings finde ich den gesamten Vorgang schon eigenartig. Ein Diskurs ist das Eine. Aber etwas vollkommen Anderes wissentlich und willentlich zu handeln, Unterschriften zu leisten und dann auch zu "ernennen". Wenn es um eine Gegenstimme, einen Gegenpol für ein gerechtes und offenes Miteinander geht, so ist der dort beschriebene Vorgang das Gegenteil. Schade!