@amaz1ng Allerdings ist gerade der "Konkurrenzgedanke" ein von außen geprägter wie auch diktierter Begriff. Niemand MUSS in Konkurrenz treten. Das wird von außen so durch kurzsichtiges Handeln und entsprechende Politik geprägt. Da wäre beispeilsweise ein guter Punkt zum Ansetzen!
@amaz1ng Die #Ellenbogenmentalität und der stete Konkurrenzgedanke, ja. Und statt nachzufragen wird sogleich eine Annahme getroffen. Natürlich erwische ich mich auch selbst zumindest bei letzterer Verhaltensweise ebenso, allerdings scheue ich mich auch nicht mich zu entschuldigen. Im Gegenteil: Das möchte ich offen leben. Aber es ist niemals eine Schwäche sondern eine Stärke Schwäche einzugestehen und daran gemeinsam arbeiten zu wollen. ;-)
@amaz1ng Es würde für den Anfang reichen, wenn Mensch sich von Thema zu Thema hangelt und für sich neue Felder entdeckt. Ich wäre mir sicher, dass es bei jedem Thema der Fall ist. Ich habe mich vor 10 Jahren dafür entschieden KEIN Fleisch mehr zu essen - aus entsprechenden Gründen. Werfe ich das Anderen vor? Möchte ich sie bekehren? Nein, aber ich möchte auf Missstände hinweisen. Und dennoch wird mir auch bei dem Thema wie eben auch andernorts vorgeworfen zu "missionieren". Es ist quasi so: "Halte lieber deinen Mund. Dann gibt es keinen Gegenwind." Und das ist das Traurige: Der Diskurs ist genau in dieser Richtung unterwegs! Die Frage: Warum? Ist es so schlimm zu lernen?
@amaz1ng Dabei sind aber schon die Zusammenhänge deutlich, nur werden sie fortwährend umgedeutet. Es geht also die gesamte Zeit über nur um das Eine: Die Deutungshoheit! Und genau dafür ist inzwischen jedes Mittel passend wie es scheint. Genau das wiederum macht die Parteien so unwählbar, weil sie opportun Alles adaptieren wie es gerade die "Masse" will. So hat DIE LINKE Frau Wagenknecht immer noch nicht an die Luft gesetzt und gewährt ihr quasi Narrenfreiheit und die anderen Parteien sind ebenso durchzogen mit "Man wird ja noch" ... genau wie das Spektrum in der Bevölkerung. Kein Wille zum Diskurs über Privilegien, lieber "blinde Flecke" und genau die werden adaptiert von Demagogen.
@amaz1ng Nun ja, das Schlimme dabei ist: Es gäbe mehr als genug Material für gut gedachte "So besser nicht!"-Demonstrationen. Sei das in Buchform oder alternativ auch audiovisuell. Und dennoch scheint es mehr als genug Menschen zu einfachen Erklärungsmodellen dieser Tage zu ziehen. Einfache Erklärungen könnte es durchaus geben, wenn wir mehr wieder miteinander kommunizieren und klar auch zur Seite schieben was eben dort hin gehört - Rassismus, Sexismus, Homophobie, Transphobie etc.
Das Leitbild kann eine aufgeklärte, offene und bunte Gesellschaft sein, sofern wir das wollen würden.
Zu Vielem stimme ich einfach nur zu. Aber mir kommt der Punkt "einfache Mensch von der Strasse" zu kurz. Denn die Misere liegt viel tiefer eben weil die Menschen es schön simpel und einfach haben wollen. Letzteres gibt es aber eben nicht mit komplexen Strukturen. Da braucht es das Mitwirken von vielen Schultern, um entsprechend breit Themen besprechen zu können. Insofern ist gerade der Punkt "politisches Desinteresse" sehr komplex: Denn Politik ist eben ja nicht das "Kreuz setzen" sondern tatsächlich auch Themen nach vorne bringen. Da gäbe es viele Wege aber der Schlechteste ist es meines Erachtens einfach "zu machen weil Alle das so machen" - auf allen Ebenen, also angefangen bei Technik bis hin zu sozialen Themen.
@amaz1ng Nein, wirklich nur technisch. :D Nur finde ich schade, dass dieses Thema nicht gelöst worden ist. Es gibt die Debatte schon länger zwischen #GNU-social und #Mastodon.
@amaz1ng Hey, #GNU-social hat bisweilen ein Problem mit dem "Folgen". Ich hatte nur bei B.ella gesehen, dass du geschrieben hast ... deinen Beitrag aber nicht gesehen. Ergo musste ich wieder das Skript für die Reperatur aufrufen. :(
Früher oder später wird der Server dann aber still gelegt. Allein schon wegen Ubuntu 14.04. Danach werde ich mir #Pleroma und #Microblog anschauen.
@inaktion Genau DAS. Rückfragen stellen und daraus entwickelt sich dann auch vielleicht ein tiefergehendes Gespräch. Dabei ist eine schöne elementare Frage (mit Abwandlungen): Was bewegt dich? :)
@zoidtes Was bedeutet denn "schlimm"? Es ist doch so, dass wir immer noch patriarchale Strukturen haben und wirklich jedes Mal erneut wenn solcherlei passiert kann "Mann" sich einfach fremdschämen gehen denn solche Reaktionen sind einfach nur noch widerlich und Beweis für die wirkliche Haltung Mancher. Dabei ist es wichtig gemeinsam für Offenheit und ein reflektiertes Miteinander einzustehen, so auch dann solidarisch zu sein. @inaktion
@psychonaut Lieber nicht. ;-) Denn am Ende erkennt dann eine KI eine neue Form des Nihilismus und setzt diesen dann auch direkt in die Tat um während wir Menschen zögern.
Anders formuliert: Wir stolpern, wir zögern und wir machen Fehler. Wir sind selbstgerecht und wir sind sturr. Heute finde ich uns wirklich ätzend. Und dennoch würde ich morgen wieder erneut versuchen für ein besseres Miteinander einzutreten. Nur wären wir HEUTE allein nicht in der Lage überhaupt Wesenheiten zu akzeptieren, die weit abseits von der Definition "Mensch" abweichen. Bleibt also viel Arbeit! In diesem Sinne eine gute Nacht und ich freue mich, dass der Gedankengang trotz seiner plumpen Polemik meinerseits einen Widerhall gefunden hat. Ich danke dir!
@psychonaut Danke, dass du diese Gedanken einbringst. Darüber habe ich auch schon oftmals nachgedacht. Auch heute wieder bei Entdecken der Beiträge. Eine Patentlösung gibt es wohl da nicht, außer eben immer wieder die Konfrontation. Mit Diskussionen habe ich es auch dazu immer wieder probiert. Allerdings wie offenkundig geschildert bringt das nur wenig, wenn "Diskussion" der einzige Zustand des Gesprächs bleibt und keine weiteren Aktionen folgen. Genau dann sind es wieder Lippenbekenntnisse! Am Ende bleibt meines Erachtens die gute Kombination aus allen Möglichkeiten: Hinterfragen, Gesprächsangebote und das Aufzeigen der Komplexität sozialer Interaktion. Nur bleiben diese vereinfachten Bekundungen und Erklärungen ("Marx und Engels hätten bestimmt was auch immer!") ermüdend. Vorzugsweise sollten wir da einander nicht alleine lassen denn genau dann ist die Komplexität auf allen Ebenen erdrückend.
Noch besser: "Marx und Engels hätte diese perfide Politik des neo(grünen)Kapitalismus bestimmt durchschaut und nicht ähnliche Positionen vertreten."
Genau das ist mein Problem gewesen und noch immer. Die stete Revolution. Sie liegt nur einen Schritt um die Ecke und wenn man diese dann tatsächlich allen Widerständen und ewigen Diskussionen zum Trotze erreicht gibt es eine weitere Ecke. Danach noch Eine und wieder eine Weitere! Niemals gibt es ein Ende, niemals eine Aussicht auf Besserung. Als würden Theoretiker vor über 100 Jahren heute die gleichen Vorgaben vorfinden und als würde hinter all dem politischen Geschehen ein großer, böser Plan stecken. Ganz ehrlich? Diese Selbstgerechtigkeit ist zum Kotzen! Denn wenn man sich auf dieses Spielchen einlässt und versucht zu diskutieren und Gestaltungsraum zu schaffen, bleibt es immer nur bei dem Vorhaben: "Oh ja, wir müssten dann einmal!"
Keine Frage: Das was niedergeschrieben worden ist ... lesenswert. Aber diese steten Mutmaßungen helfen wem? Jetzt formuliere ich einmal eine Schlussfolgerung: Selbst denken hilft und während man dann weitere Theorien postuliert sackt die Gesellschaft einfach weiter nach unten. Genau dann jedoch wird wieder "Toleranz" statt "Stringenz" gefordert. #Fehlerhafte-Denkweise #Dezentraler-Unsinn
Tobias Dausend (throgh@gnusocial.federated-networks.org)'s status on Sunday, 14-Oct-2018 16:20:57 EDT
Tobias DausendEigentlich sollte ja das Fediverse - ich nutze einfach nun gar keine Hashtags - auch ein Ort sein, der es "anders" machen wollte. Gut, das steht nirgendwo und niemand hat das so dezidiert aufgeschrieben. Es äußert sich aber in den Regeln vieler Instanzen. Und doch: Was bleibt nun am sprichwörtlichen Ende des Tages denn übrig außer eben Lippenbekenntnisse?
Wenn ich dann hier nachlesen kann wie man sich einen sprichwörtlichen Spaß daraus macht sich ganz "rebellisch" zu fühlen und Menschen für ihr politisches Handeln verspottet, ihnen die Solidarität aberkennt und gleichsam eine Runde pöbelt und provoziert, soll das dann dieser ominöse neue Austausch sein? Nein, ist er nicht. Es ist nur der Weg hinein in ähnliche Wegstrecken wie zuvor, nur noch weitaus invasiver. Aber hey: Alles ulkig, alles irgendwie lustig halt. Am Ende bleiben der Appell, der Vorschlag und die Einladung. Tja, aber so wie wir Menschen nun einmal sind: Uneinsichtig bis zum bitteren Ende und dieses wird dann sehr bitter sein! Wir wiederholen einfach wie schlicht die Geschichte, gleichwohl noch mit der Meinung auch nur etwas gelernt zu haben. Genau diese Arroganz fällt uns dann immer wieder auf die Füße!
@inaktion Und wenn man sie anspricht wird wieder abgelenkt ... "Ich wollte doch nur" und "Ich meinte ja nur" ... nichts gemeint. Niemand kann abstreiten was die AfD da so postuliert und nur weil manche Wähler aus Protest wählen: Sie wählen dennoch klare Faschisten, klare Nationalsozialisten in eine Machtstellung. Diese Grafik braucht keine weitere Erklärung mehr. Jedem kann ich nur empfehlen sich über die Folgen des Faschismus zu informieren. Und dann über "Linksfaschisten" schreien: Wow! Dabei wird dann direkt verwechselt was "Links" und was "Autokraten" sind. Vom "Stalinismus" brauche ich dann ja gar nicht erst mehr anfangen. Wir rennen direkt hinein und wundern uns dann im Anschluss, wenn genau dieses Horrorszenarien wahrhaftig werden.
@inaktion Nur als Ausblick. Ich wollte dich nicht überrollen mit Informationen! Es fällt nur auf wie sehr die Geschichte von "The Man in the High Castle" bereits verarbeitet worden ist und trotzdem die gleichen Mechanismen immer wieder funktionieren. Dabei ist es so traurig und widerlich zugleich wie beispielsweise in der Geschichte nahezu gleichgültig von einem Polizei-Angestellten bekundet wird: "Ach die Asche in der Luft? Kommt vom Krankenhaus. Einmal im Monat werden die Kranken, Behinderten und Krüppel verbrannt. Spart dem Staat Kosten!"
Ich musste in dem Augenblick das Buch weglegen und bin für mehrere Stunden im Raum umher gelaufen.